Punkt

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Punkt [pʊŋkt], der; -[e]s, -e:
1.
a) [sehr] kleiner runder Fleck:
ein weißer Stoff mit blauen Punkten.
b) Zeichen in Form eines Punkts (1 a):
den Punkt auf das i setzen; den Satz mit einem Punkt abschließen.
Zus.: Abkürzungspunkt, Doppelpunkt, i-Punkt, Strichpunkt.
2. Stelle, geografischer Ort:
die Straßen laufen in einem Punkt zusammen; der höchste Punkt Deutschlands liegt in Bayern.
Zus.: Eckpunkt, Elfmeterpunkt, Endpunkt, Haltepunkt, Mittelpunkt, Schnittpunkt, Treffpunkt.
3. <ohne Plural> in Verbindung mit einer Uhrzeitangabe; genau [um]:
er ist [um] Punkt drei gekommen; das Spiel beginnt [um] Punkt 15 Uhr.
4. Gegenstand der geistigen Beschäftigung oder Auseinandersetzung innerhalb eines größeren Themenkomplexes:
auf diesen Punkt werden wir noch zu sprechen kommen; Punkt drei der Tagesordnung.
Syn.: Angelegenheit, Frage, Problem, Sache, Thema.
Zus.: Beratungspunkt, Hauptpunkt, Kernpunkt, Streitpunkt, Verhandlungspunkt.
5. Einheit zur Bewertung bestimmter Wettkämpfe:
der Athlet erreichte bei diesem Wettkampf 20 Punkte; Punkte sammeln.
Zus.: Minuspunkt, Pluspunkt, Strafpunkt, Wertungspunkt.

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Pụnkt 〈m. 1
1. sehr kleiner Fleck, Tupfen
2. best. Ort, bestimmte Stelle
4. 〈fig.〉
4.1 Sache, Frage, Angelegenheit, Einzelheit
4.2 Paragraph, Abschnitt
5. 〈Gramm.〉 Satzzeichen am Satzende u. bei manchen Abkürzungen; → Lexikon der Sprachlehre
6. 〈Math.〉 gedachtes geometr. Gebilde ohne Ausdehnung, gedacht als Stelle, an der sich zwei Linien schneiden
7. 〈Mus.〉 hinter eine Note gesetztes Zeichen, das sie um ihren halben Zeitwert verlängert
8. Bewertungseinheit (in vielen Spielen u. Sportarten sowie in Schule u. Hochschule)
9. 〈Typ.; Abk.: pMaßeinheit für den Schriftsatz, 0,376 mm
● die Linie verläuft von \Punkt A nach \Punkt C ● im \Punkt (der) Ehrlichkeit ist er sehr empfindlich 〈fig.〉; \Punkt 12 Uhr pünktlich um 12 Uhr; die einzelnen \Punkte eines Vertrages ● nun mach mal einen \Punkt! 〈fig.; umg.〉 mach Schluss jetzt!, hör damit auf!; einen \Punkt setzen, machen ● ein Wort durch drei \Punkte ersetzen; diese Schrift hat die Größe von 10 \Punkt(en); eine Zehn-\Punkt-Schrift; es gibt in seiner Vergangenheit einige dunkle \Punkte 〈fig.〉 einige Vorfälle, über die er nicht gern spricht od. deren Bekanntwerden ihm schaden würde; den empfindlichen \Punkt treffen 〈fig.〉; der springende \Punkt 〈fig.〉 das Wesentliche, Wichtige, Entscheidende (einer Sache); strittiger \Punkt 〈fig.〉; toter \Punkt 〈Tech.〉 = Totpunkt; 〈fig.〉 Zeitpunkt, an dem man glaubt, nicht weiterzukönnen (beim Arbeiten, Wandern, Schwimmen u. Ä.); den toten \Punkt überwinden; typografischer \Punkt; rot mit weißen \Punkten; der wichtigste, schwierigste \Punkt der Sache ist ... 〈fig.〉; ein wunder \Punkt 〈fig.〉 eine für jmdn. unangenehme Angelegenheit ● das Flugzeug war nur noch als \Punkt am Himmel zu erkennen; an diesem \Punkt gabelt sich der Weg; ich bin jetzt an, 〈od.〉 auf dem \Punkt, an, 〈od.〉 auf dem ich allein nicht weiterarbeiten kann; wir kommen noch auf diesen \Punkt zurück 〈fig.〉; er kam auf den \Punkt genau pünktlich; eine Angelegenheit, Arbeit \Punkt für \Punkt durchgehen 〈fig.〉; die beiden Geraden schneiden sich in einem \Punkt; wir sind in allen \Punkten einer Meinung 〈fig.〉; in diesem \Punkt bin ich anderer Meinung 〈fig.〉; Stoff, Kleid mit \Punkten; Sieg, Niederlage nach \Punkten; den Gegner nach \Punkten schlagen 〈Sp.; Boxen〉; er redet ohne \Punkt und Komma 〈fig.; umg.〉 ohne innezuhalten, unaufhörlich [<mhd. punct „Punkt, Mittelpunkt, Zeitpunkt, Umstand“ <lat. punctum, eigtl. „das Gestochene, der Einstich“, Part. Perf. Neutr. von pungere „stechen“]

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Pụnkt: als Satzzeichen in der chemischen Zeichensprache:
1) ein neben das Elementsymbol hoch oder als »schwebender Punkt« in Zeilenmitte halbfett gesetztes Zeichen als Symbol für ein ungepaartes Elektron ( Radikal), z. B. R3C·, R2Ċ—O̲̅· H5C6·. In Koordinationsnamen von anorg. Radikalen (z. B. HO·) steht am Namensende ein fetter Punkt, der als solcher auch ausgesprochen werden muss, im Beispiel: Hydridooxygen(·);
2) in Formeln von Hydraten, Doppelsalzen oder -oxiden u. Additionsverb. ein ebenfalls in Zeilenmitte gesetztes Zeichen, das die Bestandteile einander zuordnet, z. B. NH3 · BF3, CuSO4 · 7H2O, MgO · Al2O3;
3) in nach dem Baeyer-System gebildeten Namen von org. Spiro- u. Polycycloverb. u. in Namen von Cyclophanen ein auf der Zeile stehendes Trennungssymbol zwischen den Ziffern, die die Länge der Brücken ausdrücken, z. B. Tricyclo[4.3.1.07,9]decan, [2.2]Paracyclophan;
4) in der Festkörperchemie als rechter Exponent am Elementsymbol ein Zeichen für eine positive Effektivladung;
5) in Strukturformeln als P.-Reihe (Pünktchen) eine symbolische Darstellung für Nebenvalenzbindungen, z. B. Wasserstoffbrücken, oder für unterhalb der Molekülebene zu denkende Einfachbindungen.

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Pụnkt , der; -[e]s, -e, als typograf. Größenangabe: - [mhd. pun(c)t < spätlat. punctus < lat. punctum, eigtl. = das Gestochene; eingestochenes (Satz)zeichen, eigtl. 2. Part. von: pungere = stechen]:
1. kleiner [kreisrunder] Fleck, Tupfen:
ein schwarzer, leuchtender P.;
die Sterne erscheinen am Nachthimmel als helle -e;
nach dem Foul zeigte der Schiedsrichter auf den bewussten P. (die Elfmetermarke);
ein weißer Stoff mit blauen -en;
der springende P. (das Entscheidende, Ausschlaggebende; nach einer Naturbeobachtung des Aristoteles, der der Meinung war, dass in einem bebrüteten Vogelei das Herz des künftigen Vogels als ein sich bewegender [»springender«] Fleck [Punctum saliens] zu erkennen sei; die Fügung wurde dann im Sinne von »Punkt, von dem das Leben ausgeht«, später allgemeiner als »entscheidender, wichtigster Punkt« gebräuchlich);
ein dunkler P. (etw. Unklares, moralisch nicht ganz Einwandfreies, gern Verschwiegenes [in jmds. Vergangenheit]; geht möglicherweise auf die Vorstellung zurück, dass die Seele des Menschen dunkle Flecken bekommt, wenn er etw. Unrechtes tut: ein dunkler P. in der Geschichte).
2. punktförmiges Zeichen (1 b), punktförmiger Teil eines Zeichens:
hier, am Ende dieses Satzes muss ein P. stehen;
ein P. hinter einer Ziffer kennzeichnet sie als Ordinalzahl;
in der Notenschrift bedeutet ein P. unter einer Note »staccato«;
die englische Abkürzung »Mr« schreibt man ohne P.;
R nun mach mal einen P.! (ugs.; jetzt ist es aber genug!, hör auf!; nach dem Schlusspunkt am Ende eines Satzes);
der P. auf dem i (die Zutat, die einer Sache noch die letzte Abrundung gibt);
auf P. und Komma (ugs.; bis ins Kleinste, bis ins Letzte);
ohne P. und Komma reden, quasseln usw. (ugs.; unentwegt, ohne Pause reden, quasseln usw.)
3.
a) Stelle, [geografischer] Ort:
der höchste, tiefste P.;
von diesem P. kann man alles gut überblicken;
das Fernglas auf einen bestimmten P. richten;
ein schwacher/wunder/neuralgischer P. (etw., wobei mit Schwierigkeiten zu rechnen ist);
b) (Math.) gedachtes geometrisches Gebilde mit bestimmter Lage (ohne Ausdehnung):
der P. Q mit den Koordinaten x und y;
c) Zeitpunkt, Stadium innerhalb einer Entwicklung, eines Prozesses o. dgl.:
jetzt ist der P. gekommen, jetzt bin ich an dem P., wo ich mich entscheiden muss;
über einen bestimmten P. nicht hinauskommen (an einer bestimmten Stelle einer Arbeit od. Gedankenfolge stecken bleiben);
toter P. (1. Technik; Totpunkt. 2. [vorübergehender] Stillstand bei Verhandlungen o. Ä.: das Gespräch war an einem toten P. angekommen. 3. Zustand stärkster Ermüdung; übertr. von der Dampfmaschine, wenn deren Kurbel und Pleuelstange eine gerade Linie bilden: ein starker Kaffee sollte ihm über den toten P. hinweghelfen);
auf den P. genau (ganz genau, präzise, akkurat);
P. <+ Uhrzeitangabe> (genau: um P. halb neun; die Konferenz beginnt P. elf Uhr).
4.
a) einzelner Gegenstand der geistigen Auseinandersetzung innerhalb eines größeren Zusammenhangs:
ein wichtiger, fraglicher, strittiger P.;
das ist hier nicht der P. (ugs.; darum geht es hier nicht, das ist hier nicht entscheidend);
den nächsten P. (das nächste Thema) ließ er fallen;
diesen P. können wir abhaken;
sich in allen -en einig sein;
in diesem P. (in dieser Beziehung, was dies betrifft) bin ich empfindlich;
etw. auf den P. bringen (etw. präzise zum Ausdruck bringen);
auf den P. /(auch:) zum P. kommen (auf das Wesentliche zu sprechen kommen);
b) Abschnitt, Absatz der Gliederung eines Textes, Vortrags o. Ä.:
etw. P. für P. besprechen;
in einigen -en muss der Entwurf geändert werden.
5.
a) Einheit einer Wertung im Sport, Spiel, bei Leistungsprüfungen o. Ä.:
die Mannschaft muss jetzt -e sammeln, machen;
die Jagd nach -en unter den Schülern der Oberstufe;
nach -en führen, vorn liegen, siegen;
(Boxen:) er hat seinen Gegner nach -en besiegt;
der Aktienindex fiel auf ein Tagestief von 4 100 -en;
Ü auf seiner Wahlkampfveranstaltung machte der Kandidat bei den Rentnern -e;
b) [punktförmige] Wertmarke, aufzuklebender od. abzutrennender [punktförmiger] Bon, Abschnitt:
für zwanzig -e gibt es einen Gutschein.
6. (Druckw.) kleinste Einheit (0,376 mm) des typografischen Maßsystems für Schriftgrößen (Abk.: p):
Perlschrift hat eine Größe von 5 P.

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I
Punkt
 
[mittelhochdeutsch pun(c)t, von lateinisch punctum, eigentlich »das Gestochene«, »eingestochenes Satzzeichen«],
 
 1) allgemein: 1) sehr kleiner Fleck, Tupfen, Abdruck oder Einstich; 2) bestimmte Stelle, bestimmter Ort; 3) Stelle, Abschnitt (z. B. eines Textes, einer Rede); 4) Thema, Verhandlungsgegenstand innerhalb eines größeren Themenkomplexes.
 
 2) grafische Technik: Abkürzung p, Kurzbezeichnung für typographischer Punkt.
 
 3) Mathematik: Grundbegriff der Geometrie, ausdehnungsloses Gebilde, bei Euklid etwas, »was keine Teile hat«. In der modernen Auffassung wird Punkt seit D. Hilbert (1899) als undefinierter Grundbegriff der synthetischen Geometrie verwendet oder aber im Sinne der analytischen Geometrie als Zahlenpaar (Punkt der Ebene), Zahlentripel (Punkt des Raumes) oder Zahlen-n-tupel (Punkt des n-dimensionalen Raumes) definiert; allgemeiner auch Bezeichnung für die Elemente eines abstrakten Raumes.
 
 4) Musik: Zeichen der Notenschrift, das rechts neben einer Note (oder Pause) die Verlängerung um die Hälfte ihres Wertes anzeigt (punktierte Note), zwei Punkte verlängern die Note um drei Viertel; über oder unter die Noten gesetzt, bedeutet der Punkt einen gestoßenen Vortrag (staccato), in Verbindung mit einem Bogen portato. - In der Barockzeit konnte die Ausführung der punktierten Note - v. a. in schnellen Sätzen - der Triole angeglichen oder durch Überpunktierung verschärft werden (punktierter Rhythmus).
 
 5) Satzzeichen: Zeichen für das Ende eines Satzes; als Schlusszeichen fungiert der Punkt bei abgekürzten Wörtern; ferner kennzeichnet er die Ordnungszahlen. (Interpunktion)
 
II
Punkt,
 Typographie: nicht gesetzlich festgelegtes Maß zur Größenangabe von Schriften, das im Deutschen (0,370 65 mm, meist gerundet auf 0,375 mm, Didot-Punkt) und im Englischen (Point, 1/72 Inch ≈ 0,352 778 mm, DTP-Punkt) etwas unterschiedliche Werte aufweist. Während im Verlags- und Druckwesen »Punkt« meist als Synonym für »Didot-Punkt« benutzt wird, meint man im Bereich des DTP (Desktop Publishing) üblicherweise Point.
III
Punkt
 
(Bildpunkt), Ausgabe: die kleinste auf einem Anzeigegerät oder Drucker separat ansprechbare Einheit, meist Pixel genannt.

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Pụnkt, der; -[e]s, -e, als typograph. Größenangabe: - [mhd. pun(c)t < spätlat. punctus < lat. punctum, eigtl. = das Gestochene; eingestochenes (Satz)zeichen, eigtl. 2. Part. von: pungere = stechen]: 1. kleiner [kreisrunder] Fleck, Tupfen: ein schwarzer, leuchtender P.; in der Dunkelheit glühte plötzlich ein kleiner roter P. auf; die Sterne erscheinen am Nachthimmel als helle -e; auf dem Globus ist die Insel nur als winziger P. eingezeichnet ; als ... der ... Schiedsrichter ... sofort auf den ominösen P. (die Elfmetermarke) zeigte (Kicker 6, 1982, 45); ein weißer Stoff mit blauen -en; *der springende P. (das Entscheidende, Ausschlaggebende; nach einer Naturbeobachtung des Aristoteles, der der Meinung war, dass in einem bebrüteten Vogelei das Herz des künftigen Vogels als ein sich bewegender [„springender“] Fleck [punctum saliens] zu erkennen sei; die Fügung wurde dann im Sinne von „Punkt, von dem das Leben ausgeht“, später allgemeiner als „entscheidender, wichtigster Punkt“ gebräuchlich): zufällig hätten sie keinen Schaden angerichtet. Aber das ist nicht der springende P. Der springende P. ist, dass es die falschen Pillen waren (Kemelman [Übers.], Mittwoch 191); ein dunkler P. (etw. Unklares, moralisch nicht ganz Einwandfreies, gern Verschwiegenes [in jmds. Vergangenheit]; geht möglicherweise auf die Vorstellung zurück, dass die Seele des Menschen dunkle Flecken bekommt, wenn er etw. Unrechtes tut): Denn man sollte nicht vergessen, dass die dänische Regierung 1935 per Gesetz beschloss, ausländische Kommunisten und Juden nicht als politisch Verfolgte anzuerkennen und aufzunehmen. Das ist ein dunkler P. in unserer Geschichte (taz 11. 7. 95, 16). 2. punktförmiges ↑Zeichen (1 b), punktförmiger Teil eines Zeichens: hier, am Ende dieses Satzes muss ein P. stehen; der P. auf dem kleinen i darf nicht fehlen; ein P. hinter einer Ziffer kennzeichnet sie als Ordinalzahl; als Rechenzeichen steht der P. für »mal« oder »multipliziert mit«; in der Notenschrift bedeutet ein P. unter einer Note »staccato«; zwei -e hinter einer Note verlängern die Note um drei Viertel ihres Werts; hier kann man ein Ausrufezeichen oder einen P. setzen, machen; als Auslassungszeichen setzt man drei -e; das erste Wort nach einem P. schreibt man groß; die englische Abkürzung »Mr« schreibt man ohne P.; R nun mach mal einen P.! (ugs.; jetzt ist es aber genug!, hör auf!; nach dem Schlusspunkt am Ende eines Satzes); P., Schluss, Streusand drauf! (ugs. veraltend; die Sache soll endlich abgeschlossen, vorbei u. vergessen sein; nach der früher üblichen Art, die noch feuchte Tinte eines Schriftstücks mit Sand abzulöschen); *der P. auf dem i (die Zutat, die einer Sache noch die letzte Abrundung gibt); auf P. und Komma (ugs.; bis ins Kleinste, bis ins Letzte): Wenn Fischer das Umweltschutzrecht auf P. und Komma ausschlachtet (Spiegel 45, 1985, 31); ... erledigte er gleichwohl auf P. und Komma alle Forderungen (Vorwärts 17. 5. 84, 9); ohne P. und Komma reden, quasseln usw. (ugs.; unentwegt, ohne Pause reden, quasseln usw.): Als Sportreporter ... kommentierte er in den Fünfzigern Fußball, Radrennen und Boxen mit Verve, schnodderig, ohne P. und Komma (Spiegel 5, 1986, 212). 3. a) Stelle, [geographischer] Ort: der höchste, tiefste P.; ein zentral gelegener P.; ein strategisch wichtiger P.; er hat sich unterwegs verschiedene -e als Orientierungshilfen gemerkt; Ein Einkaufszentrum, das so konzipiert wurde, dass Rollstuhlfahrer über Rampen jeden P. problemlos erreichen können (Gut wohnen 2, 1976, 7); eine kritische Zuspitzung gleich an zwei weit voneinander entfernten -en (W. Brandt, Begegnungen 37); das Fernglas auf einen bestimmten P. richten; von diesem P. kann man alles gut überblicken; *ein schwacher/wunder/neuralgischer P. (etw., wobei mit Schwierigkeiten zu rechnen ist): In der ... Elf, die eine glänzende Einstellung aufs Feld brachte, gab es keinen schwachen P. (Hamburger Abendblatt 30. 5. 79, 17); In der Zwischenzeit ist er noch einmal in sich gegangen ... Er konnte aber immer noch keinen wunden P. sehen (Plenzdorf, Legende 213); der Unfall zeige, dass das System zum Abfalltransport nicht ausreichend sicher sei. Das Umladen der Behälter von Bahnwaggons auf Lastwagen sei seit jeher ein neuralgischer P. des Transports (HB 9. 7. 98, 40); b) (Math.) gedachtes geometrisches Gebilde mit bestimmter Lage (ohne Ausdehnung): der P. Q mit den Koordinaten x und y; der Kreis ist der geometrische Ort aller -e, die von einem Mittelpunkt M den gleichen Abstand haben; die Gerade g schneidet den Kreis in den -en P und Q; c) Zeitpunkt, Stadium innerhalb einer Entwicklung, eines Prozesses o. dgl.: jetzt ist der P. gekommen, jetzt bin ich an dem P., wo ich mich entscheiden muss; an einem P. sein, wo man nicht mehr weiterkann; Wenn Sie mir eine Geschichte ... in kleinen Etappen erzählen und dabei an einen bestimmten P. kommen, können Sie von diesem P. aus sagen: Morgen war der Tag (Hofmann, Fistelstimme 55); »Das Soziale an der Marktwirtschaft im Erhardschen Sinne ist, ...dass ein Netz gespannt werden kann, das jedenfalls vor dem Absturz sichert.« Über diesen P. seien wir heute jedoch schon weit hinaus. »Wir haben aus der Wohltat Soziales eine Plage gemacht.« (HB 21. 1. 97, 8); über einen bestimmten P. nicht hinauskommen (an einer bestimmten Stelle einer Arbeit od. Gedankenfolge stecken bleiben); der tote P. (Technik; Totpunkt); *toter P. (1. Technik; Totpunkt. 2. [vorübergehender] Stillstand bei Verhandlungen o. Ä.: das Gespräch war an einem toten P. angekommen, hatte einen toten P. zu überwinden. 3. Zustand stärkster Ermüdung: ein starker Kaffee sollte ihm über den toten P. hinweghelfen; übertr. von der Dampfmaschine, wenn deren Kurbel und Pleuelstange eine gerade Linie bilden); auf den P. genau (ganz genau, präzise, akkurat): Es gibt fünf Konvergenzkriterien. Italien erfüllt vier davon auf den P. genau (Zeit 23. 4. 98, 29); Saloman nimmt sich gerne und viel Zeit für ausgedehnte Gitarrensoli. Seine beiden Mitstreiter an Bass und Schlagzeug begleiten auf den P. genau (FR 10. 4. 99, 24); P. <+ Uhrzeitangabe> (genau): um P. halb neun; es ist P. Mitternacht; die Konferenz beginnt P. elf Uhr; P. 8.20 befuhr der erste Kraftverkehrsbus den neuen Übergang (Freie Presse 3. 1. 90, 1). 4. a) einzelner Gegenstand der geistigen Auseinandersetzung innerhalb eines größeren Zusammenhangs: ein wichtiger, fraglicher, strittiger P.; das ist der vordringliche P. auf der Tagesordnung; das ist hier nicht der P. (ugs.; darum geht es hier nicht, das ist hier nicht entscheidend); verschiedene -e berühren, erörtern; den nächsten P. (das nächste Thema) ließ er fallen; diesen P. können wir abhaken; auf einen P. noch einmal zurückkommen; bei, in diesem P. konnten sie sich nicht einigen; sich in allen -en einig sein; in einem P. verstehen wir uns nicht; in diesem P. (in dieser Beziehung, was dies betrifft) bin ich empfindlich; Nein, antwortete Felix und sagte, dass er Herrn Leibig in diesem P. enttäuschen müsse (Ossowski, Liebe ist 348); *etw. auf den P. bringen (etw. präzise zum Ausdruck bringen): Damit hatte der Präsident auf den P. gebracht, was vergangene Woche für Aufregung und Angst ... gesorgt hatte (Spiegel 34, 1984, 68); auf den P./(auch:) zum P. kommen (auf das Wesentliche zu sprechen kommen): Der Herr Doktor laberte über dies und das. Er hatte große Mühe, auf den P. zu kommen (Spiegel 42, 1985, 144); Der bayrische Ministerpräsident besprach dies und das, dann kam er zum P. (Spiegel 48, 1981, 21); b) Abschnitt, Absatz der Gliederung eines Textes, Vortrags o. Ä.: die einzelnen -e der Tagesordnung, eines Programms durchgehen; etw. P. für P. besprechen; in einigen -en muss der Entwurf, das Programm geändert werden. 5. a) Einheit einer Wertung im Sport, Spiel, bei Leistungsprüfungen o. Ä.: die Mannschaft muss jetzt -e sammeln, machen; bei dieser Aufgabe kann man fünf -e erreichen; Es fiel uns auf, dass Bayer Leverkusen aus den sieglosen vergangenen neun Spielen nur 3 : 15 -e holte (Kicker 6, 1982, 32); er erhielt drei -e; mit 5 200 -en wurde er Meister im Fünfkampf; die Jagd nach -en unter den Schülern der Oberstufe; nach -en führen, vorn liegen, siegen; (Boxen:) er hat seinen Gegner nach -en besiegt; diese Aktie wurde an der Börse um 2 -e (DM pro Stück) niedriger gehandelt; Die Bundesregierung will zum 1. Januar 1978 die Mehrwertsteuer um zwei -e (Prozentpunkte) erhöhen (Spiegel 1/2, 1977, 27); Ü Der Reverend machte zudem -e bei schwarzen wie weißen Amerikanern, weil er als Einziger den Heiland in die Debatte brachte (Spiegel 15, 1984, 127); b) [punktförmige] Wertmarke, aufzuklebender od. abzutrennender [punktförmiger] Bon, Abschnitt: wer zwanzig -e gesammelt hat, bekommt einen Gutschein; auf die -e gibt es Rabatt; Textilien konnte man im Krieg nur auf -e (Abschnitte der Kleiderkarte) kaufen. 6. (Druckw.) kleinste Einheit (0,376 mm) des typographischen Maßsystems für Schriftgrößen: Perlschrift hat eine Größe von 5 P. (Abk.: p).

Universal-Lexikon. 2012.

Synonyme:

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  • punkt — punkt …   Deutsch Wörterbuch

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